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Was misst der PHQ-9-Fragebogen?
Der PHQ-9 (Patient Health Questionnaire, Gesundheitsfragebogen für Patienten) misst, wie stark in den letzten beiden Wochen neun Symptome einer depressiven Episode ausgeprägt waren. Jede Frage wird mit 0 bis 3 Punkten bewertet, der Wert reicht also von 0 bis 27 [1].
Er ist ein häufig genutzter Depressionsfragebogen der Primärversorgung, weil er kurz ist und weil seine Fragen die diagnostischen Kriterien selbst sind. Die Autoren haben ihn frei zur Verfügung gestellt, ohne eine Erlaubnis für Vervielfältigung oder Übersetzung zu verlangen.
Was bedeutet mein PHQ-9-Wert?
Die veröffentlichten Grenzwerte liegen bei 5, 10, 15 und 20 Punkten und trennen minimale Symptome von leichter, mittelgradiger, mittelgradig bis schwerer und schwerer Depression [1]. In der Praxis zählt vor allem der Wert 10.
Eine Metaanalyse individueller Daten von mehr als 17000 Teilnehmenden fand beim Grenzwert von 10 Punkten eine Sensitivität von 88 % und eine Spezifität von 85 % gegenüber dem klinischen Interview [2]. Das heißt, ein Wert von 10 oder darüber verdient ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, nicht dass die Diagnose bereits gestellt wäre.
Warum steht der PHQ-9 auf einer Seite über Diabetes?
Weil eine Depression bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes etwa doppelt so häufig ist, verglichen mit der übrigen Bevölkerung, und die Versorgungsleitlinien empfehlen, bei den üblichen Terminen aktiv danach zu suchen.
Der Zusammenhang geht in beide Richtungen. Eine unbehandelte Depression macht den täglichen Teil der Erkrankung schwerer, also Blutzucker messen, die Behandlung einnehmen und zur Kontrolle gehen. Umgekehrt hält ein schwer einstellbarer Diabetes Müdigkeit und Mutlosigkeit aufrecht. Ein Fragebogen von zwei Minuten ist der einfachste Weg, das Thema anzusprechen. Angst geht oft mit einer Depression einher, und dafür gibt es den GAD-7-Fragebogen.
Bedeutet ein hoher Wert, dass ich eine Depression habe?
Nein. Der Fragebogen misst Symptome, er stellt die Diagnose nicht. Viele Zustände ergeben hohe Werte, ohne eine Depression zu sein, von einer Schlafstörung oder einer Schilddrüsenerkrankung bis zu einem schweren Lebensabschnitt. Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt, nach einem Gespräch mit Ihnen.
Es gibt allerdings eine Situation, in der der Wert keine Rolle mehr spielt. Wenn Sie bei der letzten Frage etwas angekreuzt haben, der nach Gedanken, dass Sie lieber tot wären, sprechen Sie heute noch mit jemandem, wie klein die Summe auch ist. Diese Gedanken werden notfallmäßig behandelt.
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